Erpressungs-Trojaner: Auch auf mobilen Endgeräten ein Problem

"BKA"-Trojaner arbeitet ähnlich wie "Locky"-Trojaner
Anderer Name, aber das Prinzip ist gleich. „BKA“-Trojaner auf mobilen Endgeräten anstatt „Locky“-Trojaner.

 

Locky und andere Erpressungs-Trojaner sind bereits in aller Munde. Häufig steigt die Angst um die wichtigen Daten auf PC und Laptop. Jedoch meistens außerhalb der Betrachtung sind mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Dennoch erfolgen auch hier Angriffe über Trojaner.

Ein wichtiges Meeting steht an. Schnell nochmal den Mailverkehr mit dem Geschäftspartner lesen, um sich alles erneut ins Gedächtnis zu rufen. Problem ist, das Handy ist gesperrt.  Das Gerät ist nur nach Zahlung eines Bußgeldes wieder nutzbar. Auf dem Sperrbildschirm erscheint nur eine Meldung der ‚Deutschland Polizei‘ mit Aktenzeichen und eine Auflistung aller begangener Verstöße, die das Bußgeld rechtfertigen soll. Täuschend echt und trotzdem nur ein Fälschung.

Aber wie kommt ein Trojaner auf das Smartphone, beziehungsweise das Tablet?
Eine neue Variante ist über ’normale‘ Apps. Der Virus versteckt sich dann in einem Update für ein neues Spiel, ein neues Level oder in einem entsprechenden Videoplayer. Die Betrüger fälschen bekannte Apps, denen vertraut wird. Jedoch stammen diese Apps meist nicht vom offiziellen App-Stores wie Google Play, sondern von fremden Tauschbörsen oder App-Portalen. Der Zahlungsrahmen ist bewusst niedrig gehalten um schnelle Bezahlungen zu erzielen. Dies sollten Sie aber auf keinen Fall tun. Bisher sind diese Arten von Betrugsfällen nur auf Android Geräten bekannt.
Für die Nutzer von mobilen Endgeräten mit Windows gilt trotzdem Vorsicht walten zu lassen.
Auf einem Windows Tablet kann es durchaus zu einem herkömmlichen Angriff über E-Mails kommen.

Was hilft bei einem Virenbefall mobiler Endgeräte?
Wie auch bei Pc´s oder Laptops gilt gute und funktionierende Datensicherung ist elementar wichtig. Je wichtiger die Daten, beziehungsweise je häufiger Sie am jeweiligen Gerät arbeiten, desto häufiger sollten Sie Ihre Daten sichern. Dies kann sowohl in einer Cloud sein, als auch auf einer Festplatte. Wichtig ist, dass Sie Festplatten nicht permanent am PC angeschlossen haben. Ist dies der Fall wird bei einem Trojanerbefall, wie zum Beispiel durch Locky, auch die externe Festplatte und somit auch Ihr Backup verschlüsselt. Kontrollieren Sie auch gelegentlich, ob Sie ihre Sicherung zurück lesen können.

Sollten Sie Fragen zur Sicherheit Ihrer Geräte haben oder ob Ihr Backup erfolgreich funktioniert, wenden Sie sich gerne an uns. Wir beraten Sie gerne und gemeinsam schützen wir Ihre Daten.

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