Warnung vor E-Mail vom Chef / Führungsperson

Ein ganz normaler Freitag. Vielleicht mit den Gedanken schon in der Wochenend-Planung. Und dann kommt auch noch eine dringende E-Mail vom Chef mit der Bitte eine Geldsumme von mehreren 1.000 EUR an eine Anwaltskanzlei in Luxemburg zu überweisen. Zudem bittet der Chef noch um extreme Vertraulichkeit und Geheimhaltung. Hier ist oberste Vorsicht geboten.

Eine neue Masche von Betrügern sind täuschend echte E-Mails von Chefs oder Führungspersonen. Häufig sind diese auch an die richtige Abteilung, wie zum Beispiel an die Buchhaltung oder an die Mitarbeiter, die Überweisungen tätigen dürfen, gerichtet. Um das Ganze abzurunden, stehen in diesen E-Mails noch Formulierungen wie höchste Vertraulichkeit, Geheimhaltung oder sogar auch keinerlei persönliche Rücksprache mit dem Chef. Die Forderungen zielen nicht nur auf Geldbeträge, sondern zum Teil auf wertvolle Informationen oder Firmengeheimnisse. Eine solche E-Mail zu verfassen gilt bisher noch nicht als Straftat, sind aber trotz allem ein möglicher Ruin für eine Firma.

Gründe für den Erfolg solcher Mails sind Hilfsbereitschaft, Autoritätshörigkeit, mangelndes Gefahrenbewusstsein und fehlende Sicherheitsstandards. Meist fühlt sich der Mitarbeiter überrumpelt und will in so einer ungewohnten Situation keinen Fehler begehen. Häufig melden die Opfer sich nicht bei der Polizei aufgrund von Schamgefühl der Betroffenen.

Wir raten E-Mails genau zu lesen und sich in solchen Situationen nicht täuschen zu lassen. Bevor sie eine Überweisung tätigen oder Informationen weitergeben, kontaktieren sie Ihren Vorgesetzten oder die jeweilige Person aus der E-Mail. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle sichert unter Umständen die Existenz. Zu Fragen zu Ihren Sicherheitsstandards stehen wir gerne zur Verfügung.

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